UNESCO
Immaterielles Kulturerbe
Wissen. Können. Weitergeben. Das Gold- und Silberschmiedehandwerk wurde 2024 in das bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes der UNESCO aufgenommen.
Über 5000 Jahre lebendige Tradition
Seit den frühen Hochkulturen begleitet das Gold- und Silberschmiedehandwerk die Menschheit. Mit der Aufnahme in das bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes würdigt die UNESCO ein Handwerk, das technisches Können, künstlerische Gestaltung und Generationenwissen vereint.
Können
Über 50 traditionelle Techniken – vom Treiben bis zur Granulation.
Weitergeben
Lehrlinge, Gesellen, Meister – ein gelebtes Lernsystem.
Identität
Schmuck als Ausdruck persönlicher Geschichten.
Weltweit
Teil einer globalen Tradition handwerklicher Kultur.
Was bedeutet die Aufnahme?
Die Aufnahme bestätigt das Gold- und Silberschmiedehandwerk als schützenswerte kulturelle Ausdrucksform. Sie würdigt die Werkstätten, Meisterinnen und Meister, die ihr Wissen Tag für Tag weitergeben und damit ein Stück lebendige Geschichte bewahren.
Für den Zentralverband ist diese Anerkennung Ansporn, die Ausbildung weiter zu stärken, den Meistertitel zu schützen und das Handwerk in einer zunehmend industrialisierten Welt sichtbar zu halten.
Originaltext von der bisherigen Website
19.05.2025
Das Gold- und Silberschmiedehandwerk ist in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen worden
„Immaterielles Kulturerbe. Wissen. Können. Weitergeben.“ des
Bundesweiten Verzeichnisses des Immateriellen Kulturerbes
Das Gold- und Silberschmiedehandwerk ist in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen worden. Dies teilten die Deutsche UNESCO-Kommission und die Kultusministerkonferenz dem Zentralverband der Deutschen Goldschmiede und Silberschmiede e.V. als Antragsteller mit. Wir sind stolz darauf, dass das Gold- und Silberschmiedehandwerk diese Anerkennung erfahren hat. Michael Seubert, Präsident des Zentralverbandes der Deutschen Gold- und Silberschmiede: „Wir freuen uns über die Anerkennung und Würdigung des kulturellen Wertes und der Bedeutung unseres Handwerks. Man denke nur an das Grüne Gewölbe in Dresden, das ohne die handwerklichen Fähigkeiten der Gold- und Silberschmiedemeister keine Geschichte für heutige Generationen erzählen würde.
Gleichzeitig verstehen wir die Auszeichnung als Anerkennung unserer Aus- und Weiterbildung.
Wir nehmen die Auszeichnung als Ansporn, unsere Arbeit für unsere Mitglieder weiter auszubauen und unsere Bemühungen, um die Rückkehr in die Anlage A der Handwerksordnung fortzusetzen", so Michael Seubert weiter.
Nach umfangreichen Vorbereitungen hat der Zentralverband offiziell den Antrag auf Aufnahme in das Immaterielle Kulturerbe beim zuständigen Kultusministerium des Landes Brandenburg gestellt.
Der Fachausschuss würdigt das Gold- und Silberschmiedehandwerk als eines der ältesten überlieferten Metallhandwerke, in dem ein vielfältiges Wissen und Können über Jahrhunderte unverändert weitergegeben wurde. Auch heute noch wird das Handwerk in kleinen Betrieben gelehrt und hat insbesondere durch die Schmuckherstellung einen identitätsstiftenden Charakter für die Ausübenden. Besonders positiv bewertet werden der hohe Wiederverwertungswert des Materials im Sinne der Nachhaltigkeit sowie die starke Präsenz von Frauen in Führungspositionen im Sinne der Geschlechtergerechtigkeit. Darüber hinaus möchten wir Sie ermutigen, sich weiter mit der Geschichte des Handwerks auseinanderzusetzen und die Auswirkungen der Rohstoffgewinnung in ehemaligen Kolonialgebieten stärker zu reflektieren. Mit der Aufnahme in das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes wird das „Gold- und Silberschmiedehandwerk" unter www.unesco.de/ike in Text und Bild vorgestellt.
Pressekontakt:
Zentralverband der Deutschen Goldschmiede und Silberschmiede e.V.
Rainer Fein
Mobil 01718040748
Mail: rainer-fein@t-online.de
Weitere Informationen unter: https://www.unesco.de/orte/immaterielles-kulturerbe/